Paradeisersugo selbstgemacht

Paradeisersugo selbstgemacht

Es gibt nichts besseres als saisonale, regionale Tomaten im Sommer. In vielen Lieblingsspeisen von mir sind Paradeiser enthalten, denn so werden sie nämlich in Österreich genannt. Und da ich den Geschmack der Sommerparadeiser so sehr mag, fange ich den Geschmack gerne für den Winter ein. Ein aromatisches Paradeisersugo eignet sich für viele köstliche Speisen, an denen man sich in den kalten Monaten erfreuen kann.

Ochsenherzen

Wissenswertes über die Paradeiser

Bevor es zum Rezept Paradeisersugo selbstgemacht geht, möchte ich euch allerdings noch ein paar interessante Fakten zur Paradeiser mitgeben. Die aromatische Paradeiser kommt ursprünglich aus Südamerika und Christoph Kolumbus und den ersten Eroberern haben wir zu verdanken, dass die Paradeiser nach Europa gebracht wurde.

Durch den hohen Nährstoffgehalt bei gleichzeitigem niedrigem Brennwert kommt der Paradeiser eine hohe gesundheitliche Bedeutung zu.

Paradeiser sind sehr reich an Vitamin C (24,3 Milligramm auf 100 Gramm), zudem enthalten sie die Vitamine B1, B2, B6 sowie Pantothensäure und Niacin. In der Schale ist die Vitamin-C-Konzentration drei Mal so hoch wie im Fruchtfleisch.

Paradeiser enthalten sehr viel Kalium (297 Milligramm pro 100 Gramm), das unter anderem eine wichtige Rolle bei der Eiweißsynthese sowie bei der Verwertung von Kohlenhydraten hat. Außerdem steuert das Element die Reizleitung der Nerven und die Muskelkontraktion.

Man findet neben Kalium noch Natrium, Magnesium, Kalzium, Eisen und Phosphor in dem wertvollem Gemüse.

Ochsenherzen

Sekundärer Pflanzeninhaltsstoff Lykopin

Sie enthält auch den hochwertigen Inhaltsstoff Lykopin, der zur Gruppe der Carotinoide gehört und somit zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen zählt. Lykopin wird eine ganze Reihe gesundheitlicher Effekte nachgesagt. Da ist etwa die Wirkung von Lykopin auf Prostatakrebs. In Laborversuchen konnte in einigen Studien gezeigt werden, dass Lykopin das Wachstum der Krebszellen hemmt. Allerdings: Der Effekt ließ sich außerhalb der Forschungsstätten – bei Studien mit Menschen beziehungsweise Tieren – nicht eindeutig nachweisen. Weitere Forschung ist notwendig. Fairerweise muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Wissenschaft insgesamt noch wenig über die Wirkung der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe weiß.

Paradeisersugo

Biologischer versus konventioneller Anbau

Obst und Gemüse aus biologischem Anbau enthalten einen höheren Anteil an Nährstoffen gegenüber konventionell gezüchteter Ware. An dieser oft aufgestellten Behauptung scheint tatsächlich etwas dran zu sein. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit, für die mehr als 300 Studien unter die Lupe genommen wurden, kommt zum Schluss, dass Tomaten und Co. aus biologischer Landwirtschaft einen höheren Gehalt an Antioxidantien, Vitamin C und verschiedener als möglicherweise gesundheitsfördernd wirkenden Stoffen wie Flavonoiden oder Xanthophyllen aufweisen.

Rezept Paradeisersugo selbstgemacht

Zutaten (für ca. 8 Gläser à 330 ml)
– etwas Rapsöl
– 2 große Zwiebel
– ca. 4 kg Tomaten (ich habe mich für Ochsenherzen entschieden)
– 2 gestr. TL Salz
– 2 TL Zucker
– 1 Prise Pfeffer
– 1 Handvoll Basilikum

Zwiebel klein schneiden und in Öl anbraten, Tomaten waschen und in Stücke schneiden. Den Sugo ca. 30 Minuten köcheln.

Am Ende mit Gewürzen abschmecken und das gewaschene Basilikum untermischen.

Gläser zuvor mit kochendem Wasser oder im Backofen sterilisieren.

Pasteurisierung: Nachdem das Sugo fertig ist und die Gläser sterilisiert, zügig das Sugo in die Gläser füllen, verschließen und die Gläser mindestens 20 Minuten auf kleiner Flamme in einem Wasserbad köcheln lassen. Anschließend abkühlen lassen.

Aufbewahren sollte man den Sugo an einen trockenen, kühlen und am besten dunklen Ort. So halten sie einige Monate. Bei Schimmel oder üblen Geruch, muss das Glas allerdings entsorgt werden.

Paradeisersugo selbsgemacht
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